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99 Work/0 OneSec/OneSecThoughts/Brief Kündigung Dannick.md
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99 Work/0 OneSec/OneSecThoughts/Brief Kündigung Dannick.md
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V2
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Ich sage Dannick heute nach dem Mitarbeitergespräch, dass es für mich so nicht weiter geht. Ich kündige und wir können zusammen das Ende planen.
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Mögliche Szenarien für mein Ende bei [[OneSec]]:
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- Arbeit bis Ende Februar (Zeit um alles genau zu Dokumentieren).
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- Arbeit ein wenig länger, aber mit Deadline (Zeit um jemanden einzuarbeiten)
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- Arbeit bis Ende Februar und dann nur noch part time (20-40%)
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Wenn er fragt wieso:
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- Keine Leute im Büro
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- Zu wenig schnell vorwärts (keine Investoren)
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- Keine Wachstumsmöglichkeiten für meine Karriere
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- schreib mein Netzwerk auf (SFL) #todo/p
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- Ich bin nicht immer einverstanden mit wohin die Firma geleitet wird
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Offene Fragen:
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- 2 Verträge noch notariell unterschreiben lassen
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V1
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Lieber [[Dannick]]
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Ich möchte dir mitteilen, dass ich OneSec verlassen werde. Es ist mir sehr schwer gefallen zu dieser Entscheidung zu kommen, da enorm viel verschiedene Gedanken davon abhängig sind. Ich bitte dich diesen Brief als Freund zu lesen und nicht als mein Vorgesetzter, denn ich habe ihn an dich als Freund adressiert. Du hast mir vor ein paar Wochen in einer Sprachmemo erzählt wie dankbar du bist, mir alles erzählen zu können und dass du hoffst, dasselbe für mich sein zu können. Es hat mir weh getan das zu hören, denn das war nicht der Fall. Mich beschäftigt in meinem Leben mit Abstand am meisten meinen Job. Aber ich merke, dass ich all diese Dinge nicht mit dir teilen kann, weil es sich oft um Gedanken bezüglich Kündigung handelt. Deswegen möchte ich dir nun diesen Brief als Freund schreiben, um all diese Gedanken mit dir zu teilen.
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Bald werde ich 30, das wird ziemlich genau auch 4 Jahren bei OneSec entsprechen. Wenn ich zurück denke, dann sehe ich wie wir viele kleine Schritte erreicht haben und aus Fehlern gelernt haben. Wir haben einiges an Hardware entwickelt, was teuer und zeitintensiv ist, und es trotzdem ziemlich gut hingekriegt. Aber für die letztendliche Integration von all diesen verschiedenen Komponenten fehlt noch viel Arbeit.
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Ich sehe aber auch das wir viel weniger Fortschritt gemacht haben als ich mir vorgestellt hatte. Ich bin ursprünglich gekommen, um in 3 Monaten die Drohne zum fliegen zu bringen, damit wir Investoren finden können, um das Business wachsen zu lassen. Dazu gehört für mich ein grösseres Team anzustellen, Experten, mit denen man zusammen arbeiten kann und von ihnen lernen kann. Nun arbeite ich schon seit mehr als 2 Jahren physisch nur mit dir oder alleine , obwohl das für mich immer ein absolutes NoGo gewesen ist. Ich merke auch wie mich das psychisch belastet, wenn du alleine mein häufigster Gesprächspartner bist und mir deine wilden Theorien an den Kopf schmeisst, zu denen ich oft keine keine mentale Kapazität habe das genauer zu recherchieren (auch wenn sie spannend wären) um in einer Diskussion wirklich Stand halten zu können, und ich dann eher verstumme anstatt dir Geschichten zu erzählen, weil mich das alles so fest belastet.
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Zusammen mit dem Fakt das ich bis jetzt schon 200k Franken an Lohnausfall in OneSec "investiert" habe, aber den einen grossen Anteil meiner Optionen verlieren werde (und es zusätzlich nur Optionen sind) und ich dabei trotzdem noch die Hoffnung gehabt habe, dass es besser kommt und wir es bald schaffen werden, hat mich dazu bewegt bis jetzt nicht zu kündigen, obwohl mir der Gedanken schon viele Male durch den Kopf ist.
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Ich merke auch wie meine Vorschläge oft zwar ernst genommen werden von dir und Floris, aber, dass ich nicht wirklich einen wichtigen Bestandteil eines Entscheidungsprozesses bin. Es wird ziemlich diktatorisch von euch entschieden wie weiter gemacht wird, was ich auch immer akzeptiert habe obwohl ich sehr oft nicht einverstanden war. Aber ich glaube fest, dass es der Firma sehr gut tun würde mehrere externe Mentoren zu haben (ich denke hier an Investoren), die bereits mehrere Male Startups in diesem Prozess begleitet haben.
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Mir ist die Geduld ausgegangen und ich merke dass ich jeden Tag mehr Mühe habe ins Büro zu kommen, weil ich merke, dass meine Strategievorschläge in den letzten Jahren von dir zwar angehört worden sind, sich jedoch nie etwas wirklich verändert hat und somit meine Hoffnung, dass sich bald etwas ändern wird sich immer näher an Null annähert.
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Ich merke wie es mich seit langer Zeit psychisch belastet. Alena erinnert mich oft daran, dass ich mir selber schon mehrere Deadlines gesetzt habe und sie dann aber immer ignoriert und doch weiter gemacht habe. Ich rede nicht gerne über den Job, da ich wenn ich nach Hause komme den Tag einfach nur ausblenden möchte.
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Ausserdem möchte ich nicht mehr direkt mit Floris zusammenarbeiten. Ich sehe, dass er eine gewisse Genialität hat, was mich auch oft dazu gebracht hat alles rund herum zu ignorieren. Aber ich glaube nicht dass er mit seiner selektiven Wahrnehmung und geradezu chaotischen Art und Weise dazu geeignet ist ein komplexes Produkt zu entwickeln. Vor allem nicht, weil der ganze Plan nur in seinem Kopf lebt und er via chaotische und sich ständig ändernde Anweisungen via Slack alle Teammitglieder managed. Für ein solch komplexes Produkt glaube ich ist es enorm wichtig der detailierte Plan niederzuschreiben (falls das existiert, auch mit dem Team zu teilen) wo ganz klar die Dinge die noch gemacht werden müssen definiert sind. Und nicht jede zweite Woche Entscheidungen die enorme Konsequenzen haben zu ändern (z.B. Batteriespannung komplett ändern).
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Ausserdem glaube ich das seine unwissenschaftliche Art Dinge zu messen und zu berechnen langfristig ein grosses Problem sind. Experimente niederzuschreiben und zu dokumentieren sind wichtig, ausserdem ist es auch wichtig die Daten zu messen (und nicht nur von einer Anzeige abzulesen), denn man kann nicht genau arbeiten so (drift, noise, etc) und den Schlüssen kann nicht wirklich vertraut werden.
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Ich merke auch jedes Mal wenn er im Büro ist, dass ich am liebsten nicht da wäre. Jedes Mal wenn er da ist bleibt meine Arbeit mehr oder weniger stehen, da sich alles nur um sein Projekt dreht. Er hat das Gefühl alles zu können und alles besser zu können (z.B. seine Aussage mit Software bei unserem letzten Meeting. Ich kenne zwar seine Software Skills nicht im Detail, aber jeder Code den ich bisher gesehen habe von ihm funktioniert zwar und er ist schnell, aber es ist sehr schlecht programmiert, also nur als Prototypen verwendbar und nicht in der Production).
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Er kommt immer mal wieder mit einer neuen Idee, die dann sofort umgesetzt werden muss und natürlich das Beste vom Besten ist, denn er hat ja alles schon berechnet und ganz gut durchgedacht.
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- Mir geht es nicht gut (schon seit mehreren Jahren)
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- Ich sehe keine Entwicklungsmöglichkeiten für mich bezüglich Karriere
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- Ich möchte nicht mehr so mit Floris arbeiten. Er ist sowohl gut, als auch das Problem wieso wir nicht vorwärts kommen.
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- Unsere Freundschaft (und OneSec) steht mir oft im Weg. Als du mir die Sprachmemo gemacht hast wollte ich sagen, dass ich dir das genau so erzählen kann, aber was mich seit Monaten am Meisten beschäftigt ist der Job und wie ich keine Veränderung und so keine Zukunft sehe. Und dass konnte ich nicht mit dir teilen.
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- Ich bin nicht einverstanden mit
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Was ist das schlimmste das passieren kann bei meiner Kündigung?
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- Das meine Beziehung zu Dannick schief geht.
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- Das ich es bereue gekündigt zu haben. Das kann eigentlich nur finanziell und wegen dem Ruf sein. Nicht weil es mir so unglaublich gut gefällt. Ich bin sehr ineffizient wenn es ums Arbeiten geht momentan, da ich immer gestresst und abgelenkt bin.
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